Rathauserweiterung mit Bürgerzentrum in Hohen Neuendorf

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Hohen Neuendorf, Berlin, Deutschland. 2014-2018
Auftraggeber: Stadt Hohen Neuendorf
Verfahren: eingaledener Realisierungswettbewerb, 1.Preis
Projektpartner:
ARGE Fiegl+ Jahnke Landschaftsarchitekten
Rentschler und Riedesser Ingenieurgesellschaft mbH
Bauleitung:
Dipl.-Ing. Judith Strempler
Tragwerksplanung: 
Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Dr.-Ing. Christian Müller GmbH
Nachhaltigkeitsbewertung und -zertifizierung: 
ecoaudit, Berlin
MNP Ingenieure, Lübeck
STI Steinbeis-Hochschule-Berlin GmbH

Leistung: [§ 15 HOAI] Lph 2-8
Fläche BGF: 4.146 m²
Status: im Bau
Bauzeit: April 2016 - 2018
Bauvolumen: ca 11,7 Mio. € Brutto (KG 200-600)

Das vorhandene und das neue Rathausgebäude begrenzen einerseits den Rathausplatz nach Osten und Norden, stellen aber, im Gegensatz zur geplanten Platzrandbebauung im Westen, die zwei entscheidenden Solitäre des neuen Verwaltungszentrums dar.

Der von Süden ansteigende Rathausplatz bildet vor den rechtwinklig zueinander stehenden Baukörpern ein Rathausforum,
welches in das neue Rathaus hineinzufließen scheint. Der öffentliche Raum setzt sich so im Foyer bis in den Innenhof fort.
Der Rathausplatz wird unterteilt in das Rathausforum und einen durch Grüninseln aufgelockerten Bereich, der den neue Wohn- und Geschäftsriegel flankiert. Durch die Zonierung wäre eine Realisierung des Platzes in zwei Bauabschnitten möglich.

Der offene, einladende Charakter des neuen Rathauses steht im Kontrast zur Architektursprache des Bestehenden. Der neue Baukörper entwickelt sich in einer U-förmigen Bewegung vom alten Rathaus um einen Innenhof herum zum Platz nach Süden. Die Fassaden wickeln sich spielerisch um das Gebäude und enden in der hervorgehobenen Eingangsfassade.

Das neue Rathaus ist klar organisiert. Es schließt mit einer gläsernen Brücke an das alte Rathaus an und beherbergt die drei Fachbereiche gemäß ihrer Besucherfrequenzen auf drei unterschiedlichen Geschossen. Das großzügige Foyer erleichtert die Orientierung im Gebäude. Es kann im Sommer durch Öffnen zum Innenhof erweitert werden. Der Warte- und Infobereich befindet sich jeweils auf der südlichen Seite des Innenhofes an der vertikalen Erschließung. Er gewährt Einblick in den begrünten Rathaushof.

Die Büroräume sind nach Außen orientiert, während die Besprechungs- und Aufenthaltsräume in den Hof schauen. Dieser ist mit einer mobilen Hofüberdachung (außenliegender Sonnenschutz) ausgestattet, aber unbeheizt und natürlich belüftet, so dass er zur Belichtung und Belüftung der anliegenden Räume dient.

Durch die Gestaltung des Hofes mit Vegetationsflächen und einer Sitzinsel wird er zu einem zusätzlichen Kommunikationsraum.

Der Gemeindesaal bildet im Foyer einen eigenständigen Baukörper nach Westen mit Nutzungsmöglichkeiten des Platzbereiches davor. Die Multifunktionsräume im 1.OG überblicken den Rathausplatz und sind für besondere Anlässe mit einer Loggia ausgestattet.

Bei der Fassade handelt es sich um verputzte Holzsandwichelemente mit Fensterbändern. Diese sind durch Holzfenster mit
Lüftungsflügeln unterteilt, um eine flexible Bürostruktur zur ermöglichen.